Vicktoria Wehrmeister
»Gern die Echte«

Viktoria Wehrmeister (1968* Mexico) präsentiert in ihrer zweiten Einzelausstellung in den Räumen auf der Lindenstraße eine Reihe von Skulpturen, die im Laufe des letzten Jahres entstanden sind und die eine neue Werkgruppe innerhalb ihrer Arbeit darstellen.

Die Fragilität der Skulpturen liegt in ihrer Materialität begründet. Als Bildhauerin verwendet sie vorwiegend Werkstoffe wie Gips und Wachs, die sich optimal für den spontanen Zugriff, ihre typische Arbeitshypothese eignen.Maßgebend ist die nachdrückliche, begeisterte, die eigene innere Bewegung und Zustimmung widerspiegelnde Ausdrucks­weise. Die Leichtigkeit die den Arbeiten innewohnt, spiegelt dabei nicht zwangs­läufig die Inhalte, sondern ergänzt sie um den Moment des Intuitiven. Die Dinge erschließen sich, wenn man das sichere Fundament der Erkenntnis verlässt und in die Zwischenzonen eintaucht, die sich in den glatten, oder schrundigen Oberflächen zeigen, in den Höhlen oder herausragenden Fundamenten, im Schmutzigen und oder im Schönen.
In Verwandtschaft zur Arte Povera ist für die Künstlerin der unverstellte Zugang zur Wahrhaftigkeit der Empfindung maßgebend.