Moritz Scheper, Letters
2018, 1/4+2/4 letters

Liebe Eleanor,

nochmals vielen Dank für den intensiven Studiobesuch gestern! Dadurch habe ich dein Projekt viel besser zu fassen bekommen, denke ich. Die Aufnahmen aus dem leerstehenden Athener Rea Shoppingcenter, das penibel geputzt und sonnendurchflutet wie die Behauptung einer Ikone modernistischer Architektur aussieht, wirken immer noch nach. Nicht nur, weil dieser Idealzustand eines Schaustücks auf den Umstand der prekären ökonomischen Situation Griechenlands zurückgeht, sondern vielleicht auch wegen der romantisch-tragischen Figur, welche der Architekt ist. Eventuell ist, soviel wissen wir ja nicht über Yannis Kontodimas. Weil er Frank Lloyd Wright nacheifernd jedes Möbel und jeden Türgriff an das Haus anpasst, wie es Wright, Le Corbusier und die anderen big men of architecture einer gewissen Zeit gemacht haben. Dass er dieses Verständnis einer autonomen Architektur Anfang der 1990er Jahre wieder aufgreift, wirkt natürlich vollkommen aus der Zeit gefallen. Erst recht durch die dunklen Hölzer, welche er als zustimmendes Nicken an Wright immer wieder verwendet, die in einem Kaufhaus aber sonderbar schwer und deplatziert wirken. Und dass da jemand an allen Bedürfnissen vorbei Leerstand produziert – Du meintest ja, selbst in dem von ihm gebauten Apartmenthaus stehen alle bis auf die von ihm bewohnte Wohnung leer – ist eigentlich unverzeihlich. Wahrscheinlich kennst Du Ferdinand Chevals Palais idéal. Das Shoppingcenter erinnert mich ein bisschen daran, nicht formal oder so, sondern wegen der Hingabe des Autodidakten, die es ungemein schwierig macht, einen kritischen Standpunkt zu dessen Entrückung einzunehmen. Zugegeben, so ganz ohne einen Zweck hat er ja auch nicht gebaut, schließlich arbeitet bzw. wohnt er in den Bauten.
Ich glaube, der gestrige Besuch war auch deshalb wichtig, weil ich sehen konnte, wie bei dir und Sam Wohnung und Studio eins sind. Arbeit, Leben und eurem Offspace Drop City werden keine verschiedenen Funktionsräume zugewiesen, auch wenn bei Bedarf die Möglichkeit besteht, solche Gliederung über die raumtrennenden Vorhänge einzuziehen. Je mehr ich darüber nachdenke, scheint es dieser utopistische Nachhall einer räumlichen Verknüpfung von Arbeit und Leben zu sein, der dich am Rea Shoppingcenter interessiert. Und dessen räumliche Offenheit! Denn was das Center relevant macht, ist doch die problematische Dominanz der planerischen Persönlichkeit, die in der Durchsetzung eines künstlerischen Ideals zu viele Vorgaben macht, wodurch das Gebäude komplett unattraktiv für davon abweichende Funktionen und Ästhetiken wird. Und wo man sich selbst nicht einbringen kann, wird man schwerlich heimisch werden, auch nicht mit seinem Geschäft. Die daraus resultierende Leere eines für die Öffentlichkeit zugänglichen, funktionslosen Hauses – überdies eines sehr schönen – birgt wiederum die Möglichkeit einer Aneignung, einer öffentlichen Nutzung, die eben keiner planerischen Gängelung unterliegt. Solche Orte der Versammlung, der nicht verwerteten Existenz fehlen schließlich an allen Ecken und Enden. Wahrscheinlich bröckeln unsere Gesellschaften vor allem, weil es kaum noch Räume gibt, in denen so etwas wie Gemeinschaft zustande kommt – die filter bubble ist ja schon längst stadtplanerisches Dogma. Daher finde ich deine Idee, die Galerie im Rahmen der Show zu einem solchen Ort werden zu lassen, ziemlich gut. Einerseits, weil du auf den konkreten Mangel an solchen Orten reagierst, und Petras Galerie für mehr als eine interessierte Teilöffentlichkeit öffnest. Andererseits wegen der Nachahmung dieser planerischen Setzung, die bei Kontodimas, genau wie bei so vielen anderen, gescheitert ist: das Beste zu wollen, sich dabei aber immer dem Risiko auszusetzen, dass die Idee nicht angenommen wird. Ich freue mich darauf!

Liebe Grüße,
M.

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Hi Ellie,

vielen Dank für deine Antwort. Wahrscheinlich hast Du recht und ich tue Yiannis Unrecht, wenn ich unterstelle, Leerstand produziert zu haben. Wenn er das Appartement mit der Intention gebaut hat, nach und nach seine Familie einziehen zu lassen, und bis dahin nicht vermietet – auch weil es in Griechenland offenbar eine ganz andere Mietkultur gibt – dann kann ich das absolut nachvollziehen. Und klar, dass er seine Mall, die ja auch ein gutes Jahrzehnt funktioniert hat, nicht als leerstehenden Glaspalast gedacht hat, versteht sich von selbst. Aber er beharrt auch auf der speziellen Gestaltung dieses Gebäudes und macht keine baulichen Zugeständnisse an potentielle Interessenten, was die Situation seit der Wirtschaftskrise sicherlich nicht erleichtert und den Leerstand des Shopping Centers befördert.
An der Stelle möchte ich auch direkt einhaken: Ich habe Dir ja erzählt, wie die Leere des Gebäudes es für mich zu so etwas wie einem Möglichkeitsraum macht. Und Du sprichst ja auch gerne von dem Gebäude als fictional device, wofür die aktuelle Situation der Funktionslosigkeit sicherlich wichtig ist. Zumindest meine euphorische Lesart ist bei genauerer Betrachtung vielleicht etwas naiv, schließlich sind leerstehende Büro- und Geschäftsflächen schon längst die Regel geworden. Als Symptom für eine anlagegetriebene Immobilienwirtschaft, für deren Anleger die Nutzlosigkeit absolut kein Problem darstellt, solange die Immobilien als Vermögenswerte auf dem Papier bestehen. Verstehe mich nicht falsch, ich spreche hier nicht von Yiannis. Ich finde nur interessant, wie über das Phänomen Leerstand, welches im aktuellen Maßstab ein Auswuchs der Finanzialisierung des Immobilienmarktes ist, im Rea Shopping Center auf eine andere Art von Leerstand trifft, die entstanden ist, weil die Wirtschaftskrise Yiannis sämtliche Geschäfte aus dem Gebäude geblasen hat. Interessant deshalb, weil beides ja miteinander zusammenhängt. Denn zur Erinnerung: Griechenland ist ja nicht in die Krise gerutscht, weil die Griechen gerne Wein trinken und lange schlafen (auch wenn uns das manch einer glauben machen möchte). Vielmehr wurde der berüchtigte credit crunch in 2007/08 ausgelöst durch die absichtlich bedenkenlose Ratenkreditvergabe von US-Banken, deren Kunden sich den Traum vom Vorstadtheim erfüllen wollten und im Gegenzug überzogene Renditeerwartungen bedienen musste. Was sie dann irgendwann nicht mehr konnten.
Vielleicht ist der Gedanke etwas überspitzt, aber könnte man nicht sagen, dass die architektonische Moderne der Vorläufer dieser systemischen Vernetzung gewesen ist, in der Immobilien­spekulationen in den USA eine inzwischen zehn Jahre währende Krise in Griechenland auszulösen vermögen? Immerhin wurde dort eine Architektur mit nicht-spezifischem, universellem Anspruch formuliert, die keinerlei Konzessionen mehr an die baulichen Traditionen, kulturellen Besonderheiten, klimatischen Bedingungen und natürlichen Bedingungen der Orte ihrer Realisierung gemacht hat. Mir ist bewusst, dass eine solche Kritik, insbesondere am international style, etwas zu kurz gerät, da Architekten wie Richard Neutra oder Rudolf Schindler (beide seit dem Wasmuth portfolio übrigens Jünger Wrights) diese Kontextvergessenheit eigentlich mit ihren sozialreforme­rischen Absichten verrechnen wollten, da mittels Fertigbauteilen schnell und preiswert Wohnraum produziert werden konnte. Aber wir wissen beide, dass das Ganze dann in der Case Study-Phase steckengeblieben ist. Mit dem Erkenntnisgewinn, dass billiges Bauen sich vor allem bei teuren Häusern lohnt. By the way: Musst Du bei dem Thema auch sofort an Julius Shulmans zuckersüße Fotografien der Häuser denken?
Aber zurück zur vorausgesetzten Kontextlosigkeit modernistischer Bauten, die ich Yiannis’ Center ja auch so ein bisschen unterstellt habe. Dieses Kappen von Beziehungen zum Haus, welche auch als dritte Haut bezeichnet worden ist, ist ja seitdem vorangeschritten. Nicht mehr nimmt man als Baugrund grundsätzlich ein eingeebnetes Terrain an, sondern der bebaute Grund in Singapur oder Bahrain stammt teilweise schon aus Malaysia, Vietnam oder sonst woher. Hinzu kommt die eher lose, wenn nicht abstrakte Bindung des Besitzers zum Gebäude, das gerade im Falle der leer stehenden Bürotürme häufig in Besitz von internationalen Immobilienfonds ist. Was ich sagen möchte: Diese zerstörte Verbindung zu Haus und Grund ist zu einem Teil auch der Architekturmo­derne zuzuschreiben. Und das zieht in dein Projekt ja einen zweiten Boden ein, da diese Bindungen bei Yiannis ja auf eine konservativ-holistische Weise intakt sind. Damit ist er einmal mehr aus der Zeit gefallen, was ich in diesem Fall uneingeschränkt positiv meine. Eventuell stimmst Du mit mir da nicht überein, aber das Sujet dieser Arbeit hat eine globalwirtschaftliche Dimension, auch wenn Du das vielleicht nicht forciert hast. Aber es ist durchaus möglich, dass ich dich da unterschätze. Immerhin hast Du diese Taue anfertigen lassen, deren Pattern die dominanten Farben der Fotos aufnehmen (und natürlich die Farbpalette der für Athen typischen Polytaktoikia-Appartementhäuser!). Taue als Produkt der Seilmacher, einem inzwischen ausgedörrtem griechischen Wirtschaftszweig, der wiederum mit dem Seehandel auf die Anfänge der globalen wirtschaftlichen Verflechtungen verweist. Oh, jetzt habe ich total die Zeit vergessen! Muss in 15 Minuten am Bahnhof sein. Ich melde mich wieder!! …

es hat ein bisschen gedauert, aber nun kann ich den Faden wieder aufnehmen (vielleicht eine etwas plumpe Formulierung in diesem Zusammenhang). Wie gesagt finde ich ganz schön, dass die Taue auf den Seehandel und damit gleichzeitig auf die Lücke zwischen sowie die Verbindung von den USA und Griechenland verweisen. Einfach weil dadurch Ursache und Wirkung des Leerstandes in Yiannis’ Shopping Center ebenso anschaulich wird wie die Stilmigration von Frank Lloyd Wright zu Yiannis und seinen Bauten. Klar, die architektonischen Gemeinsamkeiten sind evident, aber offenbar geht es dir ja auch um ein bestimmtes Selbstverständnis, um eine bestimmte Färbung des Berufsbildes Architekt. Da ist es schon sehr clever, dieses Interview über die Filmaufnahmen des Centers zu spielen, bei dem man nicht weiß, wer spricht. Wright selber, oder der Howard Roark, den Ayn Rand für ihren Roman The Fountainhead nach dem Vorbild Wrights modelliert hat, oder gar Yiannis? Dieser teilweise schwer auszuhaltende dezisionistische Individualismus legt sich wunderschön auf das Gebäude, was ganz lustig ist, da die Ablehnung des average man über das leere Gebäude eine Rückkopplung liefert. Ganz so, als würde der einfache Mann als Kunde den Architekten boykottieren.
Bei den zentralen, auf der Dachterasse gefilmten Einstellungen rutschen wieder die Polykatoikia ins Bild, nicht ganz zufällig, wie mir scheint. Gerade in Abgrenzung zu einer Architektur, die sich als Gesellschaftsgestaltung versteht (gemeint ist hier eher Wright denn Yiannis), steht diese extrem erfolgreiche Typologie doch für eine anpassungsfähige vernakulare Architektur. Eine strukturelle Einheit erlaubt die unterschiedlichsten Nutzungsmöglichkeiten und Eingriffe. Und es ist eben diese Anpassungsfähigkeit der Polykatoikia, die immer wieder als Grund für deren Erfolg ange­führt wird. Ich habe ja bereits darüber spekuliert, inwiefern die Ablehnung von Anpassung mitverantwortlich für den aktuellen Leerstand des Shopping Centers sein könnte. Insofern ist das im Film schon eine Konfrontation, auch wenn die ruhigen Einstellungen, in denen lediglich hin und wieder ein Lüftchen geht, das nicht so aussehen lassen. Man muss aber gar keine Partei ergreifen für oder gegen die Polykatoikia oder das Einkaufszentrum, ich nehme mal an, das ist auch gar nicht deine Absicht. Es reicht ja, dass die beiden als ästhetische und gesellschaftsbildende Mo­delle aufeinander bezogen sind, widersprüchliche Antworten auf die gleichen Fragen geben und verschiedene Qualitäten mit sich führen. Wobei ich schon den Eindruck habe, dass Du dich minimal gegen eine architektonische Kontextvergessenheit positionierst, indem Du in die Taue, dieses anonyme Werkzeug der Seefahrt, die dominierenden Farben der Athener Fassaden (Polykatoikia!) färbst. Wahrscheinlich würdest Du mir da widersprechen, daher formuliere ich es anders: Dir scheint eine Betonung des Kontextes wichtig, wodurch so etwas wie eine vermeintliche Kontextlosigkeit wiederum als Produkt eines bestimmten Kontextes sichtbar wird. Weswegen, auf einer nächsten Stufe, wieder über so etwas wie Verantwortung diskutiert werden kann. Das auszuführen würde den Rahmen dieses Briefes sprengen, aber ich denke Du verstehst, wie dadurch wieder eine Rückbindung an die im ersten Brief angesprochene gestalterische Verantwortung passiert.
Alles Weitere mündlich.

Ganz liebe Grüße, auch an Sam,
M.

Moritz Scheper, Letters
2018, 1/4+2/4 letters

 

Dear Eleanor,

thanks again for the intensive studio visit yesterday! I think it really helped me to get a better grasp of your project. The images of the vacant Rea shopping centre in Athens still reverberate, which, scrupulously cleaned and sun-drenched, looks like the idea of an icon of modernistic architecture. Not only because this ideality of a showpiece is rooted in Greece’s precarious economical circumstances, but perhaps also because of the romantic-tragic figure, which is the architect. Possibly, we don’t know that much about Yiannis Kontodimas. His furnishing of the building emulates Frank Lloyd Wright and the other big men of architecture of a certain time, with every single piece of furniture, fixture and door handle being made for the building. The fact that he took up this understanding of an autonomous architecture in the early 1990s, of course, resulted in it completely falling out of time. Especially with the dark woods, which he used as a nod in agreement with Wright again and again, but when used in a shopping centre seem strangely abstruse and out of place.
For someone to indulge so much, inadvertently producing so much vacancy by overlooking the necessities of a situation—you mentioned that even in the block of flats he built, all the apartments except for the one he inhabits are unoccupied—is rather superfluous. You probably know Ferdinand Cheval’s Palais idéal. The shopping centre reminds me a bit of it, not formally or anything, but because of the devotion of the autodidact, which makes it incredibly difficult to take up a critical stance on his exaltation. Admittedly, he didn’t build completely without a purpose, after all he lives and works in the buildings and keeps the centre open to the public…

I think yesterday’s visit was also important because I could see how living and studio are one in your and Sam’s apartment. Work, life and your offspace Drop City don’t occupy different functional rooms, even though there is the possibility to segment the space using the space-dividing curtains when needed. The more I think about it, it seems to be this utopian echo of a spatial conjunction of work and life that interests you at the Rea shopping centre. And its spatial openness! Because what makes the centre relevant is the problematic dominance of the planning personality, which in the pursuit of an artistic ideal makes too many stipulations, making the building completely unattractive to deviating functions and aesthetics. And if you can not bring yourself, you will hardly feel at home, even with a shop. The resulting emptiness of a building that is accessible to the public – and, moreover, a very beautiful one – holds the possibility of appropriation, of a public use that is not subject to any planning regulations. Such places of assembly, of unexploited existence are ultimately missing in every nook and cranny. Most likely, our societies are crumbling, because there are hardly any spaces in which something like community comes about – the filter bubble has long been a city planning dogma. That’s why I think your idea of making Petra’s gallery, with only a few installations, into such a place for gathering and staying for your show is pretty good. Most of all, because it imitates one of those planning statements that architects are constantly making. Mostly with the best intentions for the community, but still risking to build past the reality. I look forward to it!

with best regards,
M.

 

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Hi Ellie,

thanks for your reply. You’re probably right that it’s unfair of me to accuse Yiannis of having produced vacancy. If he built the apartment with the intention of having his family move in bit by bit, and not renting it out in the meantime (not least because Greece clearly has a very different culture of renting) then that’s totally understandable. And it goes without saying that he didn’t conceive of his mall (which actually functioned for a good decade) as an empty glass palace. But he now insists on the building’s special design and he won’t make concessions to potential tenants, which certainly hasn’t improved the situation since the economic crisis, helping to keep the place empty.
And this is a point I’d like to focus on: I told you how for me, the building’s emptiness turns it into something like a space of possibility. And you often speak of it as a fictional device, a view in which its current lack of function surely plays an important part. On second thoughts, my euphoric reading is perhaps rather naïve – after all, empty offices and shop units have long since become the norm, as a symptom of an investment-driven real-estate sector where being out of use is no problem for investors as long as the buildings exist as assets on paper. Don’t get me wrong, I’m not talking about Yiannis. I just find it interesting how the phenomenon of vacancy, whose current scale is a result of the financialization of the real-estate market, meets in the Rea Shopping Center with another kind of vacancy caused by the economic crisis sweeping all the shops out of Yiannis’ complex. And this is interesting because the two are linked. To recap: Greece didn’t descend into crisis because the Greeks like to drink wine and get up late (even if some people would have us believe this). Instead, the notorious credit crunch of 2007/08 was triggered by American banks recklessly granting loans to people who wished to fulfil their dreams of buying a house in the suburbs and then making them pay excessive interest rates to fund overblown yield expectations – something they were eventually not able to continue doing.
Maybe the idea is far-fetched, but could one not say that modernist architecture was a precursor to this systemic networking in which real-estate speculation in the United States is capable of triggering a decade-long crisis in Greece? After all, it formulated an architecture with a non-specific, universal claim to validity that no longer made any concessions to the architectural traditions, cultural peculiarities, climatic conditions and natural surroundings of the places where it was built. I’m aware that this critique falls slightly short, especially where International Style is concerned, as architects like Richard Neutra and Rudolf Schindler (both of whom, incidentally, had been disciples of Frank Lloyd Wright since the Wasmuth Portfolio) wanted to balance out this obliviousness to context with their plans for social reform, using prefabricated elements to create housing quickly and cheaply. But we both know that the whole thing never got beyond the Case Study phase. Though it did teach them that cheap building techniques make most sense in expensive projects. By the way: are you, too, immediately reminded of Julius Shulman’s saccharine photographs of those houses?
But to return to the necessarily context-less quality of modernist buildings that I also attributed to Yiannis’s Shopping Center. This severing of links to the building, also referred to as the “third skin”, has now progressed further still. Today, the ground on which a building is erected is no longer assumed to be a piece of levelled terrain – in Singapore or Bahrain, the ground may be imported from Malaysia, Vietnam or elsewhere. There is also the rather loose, even abstract connection between the building and its owner, which especially in the case of empty office blocks often means an international real-estate investment fund. My point is this: the broken link between building and setting is something that’s also sometimes attributed to modernist architecture. And this adds a new level to your project, since in Yiannis’s case, in a conservative, holistic way, these links are intact. This means that, once again, he’s an anachronism, which I mean here in a wholly positive sense. Maybe you won’t agree with me on this, but the subject of your work has a dimension linked to global commerce, even if it’s not an aspect you emphasise. But maybe I’m underestimating you, after all, you did have those ropes made, whose pattern picks up the dominant colours of the photographs (and of course the colours typically used in Athens’ typical polykatoikia apartment blocks!). Ropes being the product of rope making, a now dried-up sector of the Greek economy that also points to maritime trade and the beginnings of global commercial networks. Oh, I’ve totally forgotten the time! I’ve got to be at the station in 15 minutes. I’ll get back to you soon …

it took a while, but now I can pick up the thread of what I was saying (excuse the pun). Like I said, I like the way the ropes refer to maritime trade and thus also to both the distance and the connection between the United States and Greece. Simply because this illustrates the cause and effect of vacancy in Yiannis’ Shopping Center, as well as the stylistic migration from Frank Lloyd Wright to Yiannis and his buildings. The architectural similarities are obvious, of course, but you’re clearly also interested in a specific self-image, a specific angle on the job description of the architect. So it’s very clever to play this interview over footage of the Center, where it remains unclear who’s speaking: Wright himself, or Howard Roark, the character based on Wright by Ayn Rand in her novel The Fountainhead, or maybe even Yiannis? Whoever it is, his sometimes obnoxious decisionist individualism is beautifully superimposed on the building, which is funny because negative public reactions to the empty building generate feedback. As if ordinary people, as shoppers, were boycotting the architect.
In the central shots shot on the roof terrace, the polykatoikia slip into the picture again, which strikes me as no coincidence. Contrasting with architecture that understands itself as a shaping of society (I’m talking more about Wright than Yiannis), this extremely successful typology stands for an adaptable vernacular architecture. A single structural unit permits a wide range of potential uses and modifications. And it is this adaptability of the polykatoikia that is always cited as the reason for their success. I’ve already speculated about the degree to which Yiannis’s refusal to adapt might be responsible for the current vacancy of the Shopping Center. In this way, the film itself is already confrontational, even if the calm shots in which the occasional gentle breeze blows don’t make it look that way. But there’s no need to take sides or speak out against the polykatoikia or the mall, and I assume that’s not your intention. It’s enough that the two are related to each other as aesthetic and social models, giving contradictory answers to the same questions and bringing different qualities with them. Although I do get the impression that you’re making a small statement against the architecture’s oblivion to context by dying the ropes, these anonymous tools of sailing, in the dominant shades of Athens facades (polykatoikia!). You probably wouldn’t agree with that, so I’ll put it differently: an emphasis on context seems important to you, which in turn reveals a perceived oblivion to context as the product of a specific context. Which makes it possible, on the next level, to discuss something like responsibility. I can’t go into more detail on that here, but I think you understand how this links back to the design responsibility I mentioned in my first letter.

Looking forward to discussing this further …

Warmest greetings to you, and to Sam,
M.