LOTHAR GÖTZ

CONVESATIONS WITH THE DEVIL

ERÖFFNUNG FREITAG 5. SEPTEMBER
PART OF DC-OPEN 2014

FRIDAY 05 SEPTEMBER, 6-10 PM
SATURDAY 06 SEPTEMBER 12-8 PM
SUNDAY 07 SEPTEMBER 12-6 PM


Die in den letzten zwei Jahren entstandenen, auf Holz und Papier gezeichneten Arbeiten unterscheiden sich von den früheren, indem sie sich fast ausschließlich mit der Linie, mathematisch gesehen die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten auf einer Oberfläche, eigentlich einer geometrischen Banalität beschäftigen.

Lothar Götz‘ Werke der vergangenen Jahre, inklusive seiner großformatigen Wandarbeiten beziehen sich auf konkrete und visionäre Architektur, auf existierende und fiktive Grundrisse, sowie Gefühle und Stimmungen die durch diese ausgelöst werden, oder mit ihnen in Verbindung gebracht werden. Diese stehen oft im Zusammenhang mit bestimmten Orten, Personen oder Personengruppe (z.B. Häuser für Mario Botta, Stadthaus für einen Künstler). Einfache und komplexe geometrische Formen auf stark farbigen Flächen bestimmen diese Bilder.

Gegenstand der aktuellen Untersuchung ist eine Architektur der Erinnerung, die mit einem speziellen persönlichen Erlebnis des Künstlers zusammenhängt. Der Titel der Ausstellung Conversations with the Devil verweist auf dieses persönliche Ereignis, das zum Auslöser für die Werkgruppe der Strichzeichnungen wurde. Bei diesen Liniengeweben, sind die einzelnen farbigen und metallisch glänzenden Linien kaum noch von einander zu unterscheiden. Sie stoßen dicht aneinander und überlagern sich bis hin zu einer optimalen Verdichtung.

In den meisten der hier gezeigten Arbeiten gibt es keine Objekte, keine konkrete Form, die das Auge erfassen kann, nur flirrende Farbflächen in die man eintauchen kann. Ausschließlich in einer Serie von Din A4 Arbeiten ergänzt Götz zurückgreifend auf andere Formen der Geometrie die Linien mit Kreisen und Kreissegmenten und schlägt so einen direkten Bogen zu seinen früheren Arbeiten.

Götz geht es bei den hier gezeigten Arbeiten um etwas Prozesshaftes, die Dauer des Zeichnens, das Auftragen von Material, das Ziehen des Buntstiftes entlang des Lineals, die sich wiederholende immer gleiche Geste, die Veränderung einer Erinnerung durch ihre Visualisierung.

Er hat in namhaften Institutionen im In- und Ausland ausgestellt, z. B. Drawing Room London, Contemporary Art Society, London, Martha Herford, Fundacio Joan Miro, Barcelona, Von der Heydt Museum Wuppertal, Niedersächsisches Landesmuseum Hannover, Kunsthalle Wilhelmshaven, Städtische Galerie Wolfsburg und an der Biennale in Prag teilgenommen.  Die komplette Biografie können sie auf unserer Webseite einsehen.

Außerdem hat er zahlreiche raumbezogene Arbeiten in öffentlichen und privaten Räumen realisiert. Siehe auch Lothar Götz -WORKS 2011, Katalog Hatje und Cantz Verlag